Sing Street

101171– for the english version please see below –

Kino kommt bei mir momentan definitiv schmerzhaft kurz. Nun habe ich es aber im zweiten Anlauf doch noch in Sing Street geschafft. Wie zuletzt gerne ohne großartiges Vorwissen, dafür mit guten Kritiken und dem Wort „Musikfilm“ im Ohr.

Im Nachhinein hat dann alles Sinn ergeben. Der Regisseur von Once und Can a Song Save Your Life / Begin Again war wieder am Werk. Wo ich bei Can a Song… entgegen der Kitsch-und-heile-Welt-Schmonzetten-Kritik der Allgemeinheit noch mein Hach-aber-die-Musik-und-das-Feeling-sind-so-gut-und-authentisch entgegen hielt, so reicht es in diesem Fall dafür nicht. Einzig die Musik und deren Umsetzung in Kleidungsphasen überzeugt. Da hat jemand in den 80ern ganz genau hingehört und hingeguckt. Und ja, ich höre manche Lieder über den Tag verteilt mehrmals und habe akute Anfälle von Ohrwürmern. Aber da hört es dann halt auf. Diese Sehnsucht, seinen Traum und seine Gabe gegen die Realität und schwierige Umstände auszuleben, komme was wolle. Dieses Gefühl des Anti-Establishment-Missverstandenseins. Es ist zwar sympathisch und in der Regel zum Teil durchaus meins. Aber in diesem Fall ist der Bogen überspannt. Ich denke, Schuld daran ist für mich das Ende. Ein furchtbares Exemplar, das seines gleichen sucht. Hier trifft die überhebliche Ungläubigkeit eines erwachsenen Publikums auf die abgedroschene Verschwurbelung in ausgelutschter Symbolik. Da war ich durchaus etwas ungehalten. Naja. Immerhin wurde das Kunststück geschafft, das zuversichtlichste Lied mit der für den Protagonisten niederschmetterndste Szene zu kombinieren. Ich weiß aber nicht so recht, ob das jetzt für oder gegen das Drehbuch spricht. Denn sympathisch war der junge Herr trotz Underdog-Charakteristik über weite Strecken des Films so gar nicht. Egal, es bleibt….the riddle of the model!


I’ve spent far too less time at the movies lately. But now – after one missed opportunity – I made it and saw Sing Street. Once again without any knowledge at all and just with good reviews and the word music in my ear.

It all made sense afterwards: Another film by the director of Once and Can a Song Save Your Life / Begin Again. While I still held against the people’s dislike for Can a Song..’s turn for the cheese with my love for it being uplifting and catchy in a good authentic way, the same can’t be done with Sing Street, I fear. Solely the music and the dressing up to the part of the influential bands did it for me. Someone paid close attention to the 80s for that. And yes, some of the songs I listen to once in a while in the course of the day and find them stuck in my head. But that’s it. The urge to fulfill one’s dreams against the harsh reality no matter what. And the fight against being at loss against the establishment. It all is likable. And normally I’m all in. But this was just a tad too much. I blame the ending. What a horrible example of its species. The grown up viewer on its high horse mentality meets  the worn out lack of enthusiasm and use of the oldest coming of age tricks in the book. It made me somewhat furios. Well, at least they managed to combine the most uplifting song with the protagonists most devastating scene. Though I’m not sure if that is a good or a bad thing when it comes to this script. The young man wasn’t all that likable throughout most of the film, despite his underdog-persona.

Anyway, there still is….the riddle of the model!

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