Room

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Ich habe eine Schwäche für Brie Larson, deswegen habe ich mich auf diesen Film besonders gefreut. Und weil die bisherigen Oscarkandidaten (wie übrigens auch im letzten Jahr überwiegend) schwach waren, oder mich zumindest überraschend kalt gelassen haben. Dazu lässt einem Room gar keine Chance. Gleich mitten rein ins schreckliche Geschehen, so dass der eigene Raum, in dem man sich dem Film aussetzt noch so groß sein kann: Der klaustrophobischen Dauerbedrohung kann man nicht entkommen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass man diesen Zustand eindreiviertel Stunden lang aushält. (Und ab dieser Stelle wird es etwas spoilerig.) Aber Room ist nicht so eine Art Film. Room belässt es nicht bei diesem schrecklichen Umstand, sondern gibt unverhofft schnell Raum zum Atmen für seine Figuren und sein Publikum. Was nicht bedeutet, dass das Martyrium aufhört. Und an dieser Stelle setzt dann doch irgendwann leise Kritik an. Denn Room macht die vielen traumatischen Fässer aller Beteiligten auf, hat aber im Lauf der zweiten Filmhälfte nur Zeit, an der Oberfläche zu kratzen. Da wirkt das Ende viel zu Hollywoodmäßig versöhnlich. Wenn man nicht wüsste, dass Brie Larsons Charakter an dieser Stelle selbst klar ist, dass das Happy Ending nur Illusion bleiben wird.

 

 

 

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