Mad Max Fury Road

mad max fury road

Ich war in einem Actionfilm. Ich mag Actionfilme eher weniger, aber der Trailer war lustig und skurril und die Besetzung klang interessant. Und als dann tumblr voll war von überschäumender Begeisterung angesichts der Frauenfiguren und von der Wut der Männerrechtler, da musste ich umso dringender rein. Und ich wurde tatsächlich unterhalten. Für einen Actionfilm. Der seine feministischen Versprechungen nicht wirklich gehalten hat. Da fällt mir ein, dass ich einen extra Post dazu zu den zuletzt hier besprochenen Filmen machen wollte. Jedenfalls ist Mad Max Fury Road ein schöner Film. Wunderschöne Bilder und ein tolles Sound Design und die Frauenfiguren sind Bad Ass. Aber es ist und bleibt ein Actionfilm. Viele Autoverfolgungen, viele Explosionen, viele fast-Tode und Tode. Ich hab mich spätestens bei diesen Stelzenmännern gefragt, ob man Actionfilme so schreibt, dass man eine offene Zeit für Verfolgungssequenzen lässt, in die dann die Stunt-Leute und sonstige Planer so viel aberwitzige Sachen einbauen dürfen, wie ihnen einfallen. Und wer sagt eigentlich, wann mal genug ist? Den Plot treiben solche Szenen ja nur bedingt voran und wichtig für die Verständlichkeit sind sie auch nicht. „Der Held hat einen Satz genuschelt, jetzt wieder 12 Minuten bumm bumm!“ – So in etwa?!

75.0

Und obwohl die Hintergründe der Geschichte und Figuren total nebensächlich sind – so richtig nebensächlich, so nebensächlich, dass sie wohl in 2 Sätze passen – ist der Film fast zu schön, um überhaupt darüber nachzudenken. Und die Skurrilität so mancher Figur und Tat verursacht ein aufrichtiges Schmunzeln. Und bei dem ganzen Sand und Salz wird einer Hitzeverweigerin wie mir natürlich eh ganz anders. Aber nun ans  (spoilerische) Eingemachte. Ich verstehe in keinster Weise, warum die Männerrechtler sich so aufregen. Gut, es gibt keine einzige Antagonistin. Die Bösen sind ein reiner Männerverein. Dabei aber eine Parabel auf diktatorische Kriegstreiber und das Verheizen junger Männer. Also sollten sich die Rechtler eigentlich freuen, oder nicht? Und es ist jetzt auch nicht so, dass die Frauen die Macht an sich reißen. Sie sind zwar die wahren Heldinnen, die die Geschichte ins Rollen bringen bzw. dafür sorgen, dass es überhaupt eine gibt. Die entscheidenden Ideen kommen jedoch weiterhin von unserem (männlichen) Helden, der am Ende auch noch ganz Gentlemanlike leise und bescheiden abtritt. Dabei hinterlässt die Geschichte die meisten der Frauenfiguren tot. Aber vielleicht haben die Männerrechtler in Wahrheit ja ein ganz anderes Problem, das etwas damit zu tun hat, dass die Frauen sich in diesem Fall nebenbei aus der erst sexualisierten und fetischisierten dann in den Geburtsapparat umgewandelten Unterwerfung befreien.

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