Insurgent

insurgent_trailer_still

Meinem Gefühl nach war ich viel zu lange nicht im Kino (3 Wochen). Da es momentan aber etwas Gewohnheit und anderer Gedanken bedarf, hab ich mich aufgemacht zur OV-Vorführung von Insurgent. Ich war vom ersten Film der Reihe schon nicht sonderlich begeistert und hatte mir eigentlich keinen Kinobesuch für diese Filme vorgenommen (sondern den Blu-ray-Kauf). Und als ich zum Filmstart (also, zum Start der Werbung) an der Kinokasse stand, wurde auch noch klar, dass es ein 3D-Film war. Seufz. (Und ja, natürlich vollkommen unnötig). Und auch dieser Part hinterlässt mich zweifelnd. Am meisten beschäftigt mich, wie eine Verfilmung gleichzeitig so von ihrer Vorlage abweichen und sich in ihrer Dramaturgie so sehr darauf stützen kann, dass das Publikum die Romane gelesen hat. Und wie eine Verfilmung es schafft, irgendwie doch den Großteil der Begebenheiten einzubauen und gleichzeitig so wenig zu vermitteln, als habe man aus den Büchern einen 5 Minuten Trailer gebastelt statt einer Reihe abendfüllender Filme. Die Änderungen haben in ihrer Funktion einige Parallelen zum Umgang mit den Hunger Games Büchern und wirken dabei trotzdem fehl am Platz. Wie so einiges in diesem Film. Die Action-Slow-Mos mit schlechten digitalen Effekten zum Beispiel (generell wird wohl ein Kompromiss zwischen Hunger Games und Fast and Furious versucht. Zwischen Romanze, Drama und Action. Zwischen den Teenie-Mädchen und ihren ersten Freunden, mit denen sie Dates im Kino haben. Auch bemerkbar am Soundtrack. Alles sehr Computerspielig). Oder Kate Winslet als Bösewicht (so sehr es mich schmerzt schlecht über sie zu schreiben). Ihre Rolle ist lächerlich eindimensional. Alles ist wieder ziemlich oberflächlich und lieblos. Mitgenommen hat es mich stellenweise dennoch, weil eine gewisse Isolation und Ohnmacht gut rübergebracht wird. Und mir scheint es, als könne man nach allen 4 Filmen dann wohl auch genug Essenz der Grundidee der Bücher zusammenkratzen statt nur Tris und Four beim Knutschen zuzugucken. Kommt Zeit, kommt Rat. Der Abspann war jedenfalls wunderschön. Lest die Bücher (schon allein wegen des Endes).

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