Hobbit – Part 3 (plus: Frozen)

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Hätte Peter Jackson ihn mal besser gar nicht aus der Tür hinaus spazieren lassen….

Es ist nun doch dazu gekommen, dass ich die letzten beiden Teile der Hobbit-Filme gesehen habe. Etwas, das ich eigentlich nicht vor hatte, weil ich den ersten Film so unfassbar schlecht fand. Aber jetzt, wo ich sie alle gesehen habe, kann ich daraus wenigstens eine allumfassende Kritik schreiben. Die Ausgangslage: Die Herr der Ringe-Verfilmungen im Kopf, den Kleinen Hobbit nicht mehr zu hundert Prozent. Aber noch gut genug, um auch in dieser Hinsicht Aspekte zu finden, die mich stören.

Zunächst mal etwas, das abseits jeglicher Vergleiche mit HDR oder der Buchvorlage stehen kann: Warum um Himmels Willen sind die Special Effects so grottig? Musste alles huschhusch fertig, um jeweils das Weihnachtsgeschäft mitnehmen zu können oder hat man doch an Personal  und Aufwand gespart, weil die Leute ja eh blindlings in die Filme rennen? Teilweise fühlte ich mich aus dem Film raus ins Special-Effects-Studio geholt, in dem ich diese halbgare Arbeit begutachte. Aber selbst ohne diese Tatsache wäre bei mir wohl auch so kein Mittelerde-Feeling aufgekommen. Das fehlt irgendwie komplett in allen drei Teilen. Nur Billy Boyds Lied zum Abschluss spannte einen Bogen zurück. Nunja, könnte man ja alles mit dem Plot/Cast rausholen. Könnte. Martin Freeman als Bilbo war ne Wahl die vollkommen in Ordnung geht. Vom Großteil der Zwerge kriegt man eh kaum etwas mit, also egal. Nur der schöne Kili interessiert. Und Thorin natürlich. Aber der nur weil er der Boss ist. Fürs Auge musste man dann noch Legolas dazu holen und Kate, ähm, Evangeline Lilly. Somit hat man dann auch die Dreiecksliebe, die den roten Faden zwischen „Grollllll, ich bin ein böser Drache!“, „Grollllll, ich bin ein machtbesessener Zwerg!“ und „Platsch, wir sind Seebewohner“ spinnt, während man darauf wartet, dass sich am Ende alle die Köppe einschlagen. Und so wechselt man zwischen den verschiedenen Plot-Bestandteilen, die irgendwann alle im gleichen Maße nerven und freut sich im Laufe der Zeit darauf, dass sich am Ende alle die Köppe einschlagen.

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Besonders nervig und unnötig: Radagast mit seinem rasanten Hasenschlitten, der im Buch nur am Rande erwähnt wird und im Film als kooky-comic-relief herhalten muss. Dafuq?! Und dann noch Alfrid, dessen Rolle im Buch ich nicht präsent habe, der aber als das Schleimigintrigantegoldgeile schlechthin funktioniert und Zeit in Anspruch nimmt, die man für Handlung hätte nutzen können. Genauso der Bürgermeister, bei dem ich mir nicht sicher bin, warum sich Stephen Fry bloß für so etwas hergegeben hat. Und dann noch die mehrmals unterschwellig angedeutete zarte romantische Knospe zwischen Gandalf und Galadriel. Ohne Worte.

Alles in allem wirkt es in keinster Weise so, als seien diese Filme tatsächlich von Peter Jackson. Drei lange Filme, in denen man darauf wartet, dass Szenen vorbei sind, Schauplätze und Charaktere verlassen werden…dass es ein Ende hat! Bleibt mir nur folgendes übrig: „Let it goooo, let it gooooo!“, denn ich habe am Wochenende auch noch Frozen gesehen, der auf seine Art noch viel schlimmer war. Ein Film, in dem die eine Prinzessin weggesperrt wird, weil sie „anders“ ist und schließlich zur Monster-Femme-Fatale wird während ihre Schwester ihr Glück nur in der Ehe finden kann, wobei in ihren Leben sowieso nur Bewegung ist, wenn die Männer die beiden schubsen. Und das wird dann noch als Disneys feministischer Aufbruch gefeiert. Ja vielen Dank auch. Ich hätte gerne noch einen Eimer zu meiner Kotze.

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