Interstellar

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Interstellar tauchte irgendwann in den sozialen Netzwerken auf und war überall. Als ich mir jedoch den Trailer angeschaut habe war klar: Den muss ich nicht sehen. Interstellar verschwand aber nicht aus den sozialen Netzwerken und mit jedem Mal, das der Trailer im Kino lief, knabberte er an meiner Überzeugung, bis ich mich schließlich sogar darauf gefreut habe. Frisch aus dem Kino muss ich es mit einem aufgeschnappten Kommentar eines anderen Besuchers halten: „Ich weiß grad noch nicht, ob ich den gut finde oder ganz furchtbar.“ Ich werde im Folgenden versuchen, meine eigene Tendenz zu begründen ohne zu viel Inhaltliches zu verraten. Falls ihr euch aber ungetrübt weiter auf den Film freuen wollt, solltet ihr hier aufhören zu lesen.

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Fangen wir mal mit dem Bild da an. Im ersten Drittel des Films hatte ich wirklich Mühe nicht zu heulen. So Aussichtslosigkeits- und Verlassenseinsgefühle kriegen einen einfach. Aber es wäre ja nicht ein Hollywood-Endzeit-Katastrophenfilm-Blockbuster, wenn er nicht doch noch die Kurve zur emotional melodramatischen Schmonzette kriegen würde. Und diese Emotionen sind es, die den Film weitestgehend vorhersehbar machen. Ich meine, jede/r von uns weiß doch, was in solchen Erdrettungsweltraumdingern zwangsläufig an Posten vorkommen, die auf dem Weg zum großen Finale abgeklappert werden müssen, oder?

Und dieses Wissen trifft dann auf die Geschichte, die sich Chris Nolan und sein Bruder ausgedacht haben. Und ich bin leider zu wenig Astrophysikerin, Quantenmechanikerin…Weltraumwissenschaftlerin, um einschätzen zu können, ob das jetzt alles revolutionär großartige Gedanken über jetzt schon theoretisch und in Zukunft tatsächlich mögliche Dinge waren….oder ein ganz großer Haufen unlogischer Scheiße. Ich hab zum Filmfest bei einem anderen Film geschrieben, dass man sich bei Zeitreisefilmen darauf einlassen muss, die Logik vor der Kinosaaltür zu lassen. Selbes könnte man jetzt auch für diesen Sci-Fi-Film verlangen und bis zu einem gewissen Grad tue ich das auch. Denn er spricht ja tief drinnen ein wichtiges Thema an: Wie der Mensch die Welt verbraucht. Aber dann…oho, aber dann. An irgendeinem Punkt müssen mit den Nolans die Pferde durchgegangen sein, denn an eben diesem einen Punkt, der die Lösung des Films und aller ihm zugrunde liegenden zwischenmenschlichen, eine hoch emotionale Aussage treffenden Thematiken bilden soll, verlässt Interstellar den seidenen Faden, auf dem in Weltallphilosophie nur bedingt begabte Menschen (also quasi fast alle Zuschauer) noch bereit sind zu sagen: Ich verstehe es nicht, aber es wirkt logisch und sieht soooo guuuut auuuus! Und an diesem Punkt fällt es schwer nicht einfach nur zu lachen. Und ab da macht der Film dann irgendwie alles falsch und noch viel mehr kaputt. Aber die Bilder waren wirklich schön. Und der Soundtrack auch. Und gebe es das Ende nicht, würde die schiere Überwältigung des Themas Weltraumreisen auch wie immer jegliche Kritik im Halse der Ahnungslosen vor Staunen verrecken lassen. Nunja, zum Schluss noch ein Bild vom für mich besten Teil des Films: Anne Hathaways Charakter.

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