Divergent

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Ich habe mir mittlerweile doch Divergent fürs Home Entertainment besorgt. Besorgt ist ein gutes Stichwort, denn nicht alle Literaturpopcornjugendfranchiseverfilmungen gelingen so beeindruckend wie die der Hunger Games. Aber allein für meine Kate Winslet-Sammlung musste das dann sein. Über den Film zu schreiben fällt mir schwer. Meine Erwartungen sind natürlich komplett von den Büchern geprägt und dementsprechend ist es mir unmöglich, das Ganze aus einer unvoreingenommenen Perspektive und als den Film für sich alleine zu betrachten. Aber Lydia vermisst auf meinem Blog Worte zu diesem Film und ich nehme die Herausforderung an 😉 ( -> kein Satz ohne Smiley … :p )

Vorweg: Ich fand den Film durchwachsen. Ich war nicht so allumfassend enttäuscht wie beim Hobbit (sprich: ich werde die folgenden Filme auch anschauen), aber ich habe das Gefühl, dass ich ihn gegen negative Kritiken nicht verteidigen könnte, ohne letztendlich nur mit dem Argument „Aber die Bücher sind gut!“ dazustehen. Und damit meine ich nicht nur, dass dieses ganze Liebesgeplänkel (und der komplette Beginn des Films) natürlich wie immer total vorhersehbar ist. Ich frage mich, ob Leuten, die die Bücher nicht gelesen haben, überhaupt komplett klar wird, worum es geht?! Warum sind die Menschen in welche Gruppe eingeteilt?! Warum gibt es diese Gruppen und wofür stehen sie?! Warum kommt es dennoch zu Konflikten?! Aber vielleicht klärt sich das ja in den folgenden Filmen. Abgesehen davon fand ich den Film sehr chaotisch. Eine Abfolge von Ereignissen, die irgendwie nur lose miteinander verbunden sind, und deren Bedeutung – anders als im Buch – nur am Rande durchschimmern dürfte. Ich hatte eher das Gefühl, vielen kleinen Trailern zuzugucken, in denen zufällig die selben Darsteller mitspielen. Als bestünde der Film aus lauter Sneak-Clips, die vorab auf YouTube veröffentlicht wurden. Das macht alles so nebensächlich und emotionslos und ….einfach egal. Warum Tris in welcher Faction landet? – Egal. Was an der Probephase so existentiell ist? – Egal. Alles eher Beiwerk zum Liebesfeuerwerk. Und ja, dieses Geplänkel hat im Buch ja auch mehr Bedeutung (und spätestens am Ende merkt man zumindest stilistisch warum das so ist), also ist es ein wenig gerechtfertigt. Aber das hier ist nicht Twilight. Nunja, es ist auch nicht die Verfilmung von Harry Potter und der Halbblutprinz, das darf man dem Ganzen zu Gute halten. Immerhin passiert dann in der letzten Viertelstunde der über zwei Stunden Film doch noch die Action, die die eigentliche Handlung darstellen sollte. Und – ich habe noch nicht nachgesehen, aber – ich bin mir enorm sicher, dass das Buch an einer anderen Stelle endet, und das wäre egal, handelte es sich dabei nicht um einen der – meiner Meinung nach – gelungensten Buch-Cliffhanger ever.  Und wie viel geändert wurde. Uff. Auch Hunger Games enthält Änderungen. Minimale Änderungen, die für eine filmische Darstellung Sinn ergeben. Divergent hat Vorkommnisse geändert, Rollen erweitert und damit Tatsachen geschaffen, die mich daran zweifeln lassen, wie der Rest der Geschichte auf dieser Basis so enden soll wie im Buch. Aber vielleicht soll das ja gar nicht so sein. Vielleicht ist das ja egal. Wie so vieles an diesem Film. Für die Buchleserschaft zumindest. Für mich.

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