International Oldenburg Film Festival – Part 2

Dies hier wird Teil 2 von 6 zum Oldenburger Filmfest. Nicht eingeteilt danach, wie sehr mir die Filme gefallen haben, sondern danach, wie viel ich zu ihnen zu sagen habe. In aufsteigender Anordnung und mit einem Kompletteigenenultrasolobeitrag zu meinem absoluten Highlight.

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Cartoonists ist einer der Filme, bei denen man (ich) gar nicht wirklich sagen kann, warum man (ich) ihn mag. Karikaturisten aus unterschiedlichen Ländern wurden vorgestellt, zwischen ihnen und den Reaktionen ihrer politischen Musen hin und her geschnitten. Ob jetzt ein freiheitlicher New Yorker unter George W. Bush, die Begleitung des Arabischen Frühlings oder der Versuch, unter dem chinesischen Regime zu arbeiten: Insgesamt wird klar, wie unterschiedlich gefährlich es für freie Meinungen auf dieser Erde zu geht und wie charakterlich gefestigt man als Karikaturist sein muss. Und dass all die verbitterten Stimmen, die sich in diesem Land von gleichgeschalteten Medien und gendergemainstreamten linken Gutmenschen gegeißelt fühlen, einfach noch Mal über dieses Gefühl nachdenken sollten.

fuller

Das hier ist kein Bild aus A Fuller Life, aber es ist dennoch der Schauplatz dieses Films. Und es ist dennoch das Objekt dieses Films. Der Regisseur Samuel Fuller wäre vor zwei Jahren 100 geworden. Dies war sein Büro/Atelier/Labor/Sammelsurium. Seine Tochter hat diesen Raum nach seinem Tod unangetastet gelassen und stöbert dort herum, hat lauter Filmrollen und fertige Drehbücher gefunden. Letztere möchte sie in Zukunft verfilmen. Samantha Fuller ist aber eigentlich gar keine Regisseurin. Beziehungsweise war sie es nicht, bis sie sich lauter Darsteller aus Sam Fuller Filmen gesucht hat, die Stellen aus seiner Biographie in eben diesem Raum vortragen. Eloquenz trifft auf untermalendes Bildmaterial. Wirklich kreativ und unterhaltsam!

luton

Oops, äh…wer hat Edward denn so zugerichtet? Und seit wann raucht er? Und seit wann spielt er in Filmen mit? Luton war schwer zu greifen. Da hat man sich dem Anschein hingegeben, dass aus den ereignislosen, farblosen, wortlosen Leben verschiedener griechischer Schichten erzählt wird (wobei erzählt wirklich nicht passt, denn es passiert kaum etwas), und hingenommen, dass die drei Menschen im Zentrum zufälligerweise auch irgendwie zusammen hängen, da treffen sie aufeinander und tun Dinge, die man sich nicht erklären kann. Kein wirklich roter Faden, kein Muster, kein Raster. Meine mutige Zusammenfassung der möglichen Intention: So…äh…fühlen sich Griechen momentan, seit sie in einer Krise von allen Seiten beurteilt, verurteilt und bevormundet werden…vielleicht?!

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